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Der US-Künstler James Hampton (1909-1964) schuf in seinem Leben nur ein einziges Kunstwerk. Dafür hinterließ er über 100 Seiten verschlüsselte Notizen, die bis heute niemand dechiffrieren konnte.

 

Details zu James Hamptons Notizbuch finden sich in einem Artikel von mir, der gestern in Focus Online erschienen ist. Wie im Artikel angesprochen, haben sich bisher nur wenige mit diesem äußerst spannenden Kryptogramm beschäftigt. Neben dem Voynich-Manuskript und dem Codex Rohonci ist Hamptons Notizbuch das dritte große Verschlüsselungsrätsel in Buchform.

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Allerdings hat Hampton nicht nur sein Notizbuch mit derartigem Text gefüllt, sondern auch einige lose Zettel damit beschrieben und Etiketten an seinem Kunstwerk damit beschriftet. Die folgenden beiden Bilder geben einen Eindruck davon.

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Einen Platz unter den 25 bedeutendsten Kryptogrammen der Welt hat das Hampton-Notizbuch allemal verdient. Wer mehr wissen will, sollte sich die beiden im Artikel erwähnten Web-Seiten von Dennis Stallings und Mark Stamp anschauen. Die meines Wissens ausführlichste Zusammenfassung gibt es in meinem Buch Nicht zu knacken.

Hier gibt es alle Seiten als Scan.

Und hier gibt es eine Transkription.

Kommentare (9)

  1. #1 5yF0Rc3
    4. Juli 2013

    Iwie finde ich es “gruselig” wenn der auf fast allen Seiten “REVELATiON” oder “REVELATion” schreibt (also alles gross ausser das “i” klein) und auf paar Seiten ist es ganz oder Teilweise durchgestrichen und mit verschlüsselten Buchstaben erweitert oder ersetzt… oO

  2. #2 Peter Lichtenberger
    Perg
    4. Juli 2013

    Auffällig sind die häufigen Verdopplungen von Zeichen.

  3. #3 Thorsten
    4. Juli 2013

    Also sorry – auch eine verschlüsselte Nachricht folgt einer Systematik, das konnte man ja nun gerade an den Untersuchungen zum Voynich-Manuskript sehen. Trotz seiner Unknackbarkeit fanden viele Experten aufgrund verschiedenster Kriterien die Systematik einer Sprache.

    Aber die Seiten von Mr. Hampton wirken einfach nur wahllos? Entweder kommt es hier gar nicht auf die Zeichen als solche an (sondern auf ihre Anzahl, Anordnung, o.ä.) oder die Texte haben schlichtweg keinen Sinn. Die Frage im Focus, wer denn 100 sinnfreie Seiten vollschreiben sollte, ist dann leicht beantwortet: Ein Künstler! Ein Künstler, der keine Nachricht, sondern stattdessen ein Kunstwerk hinterlassen will.
    Hier entsteht jedenfalls so schnell der Eindruck eines sinnlosen Textes, dass er mich kaum zu fesseln vermag.

  4. #4 Künstler
    5. Juli 2013

    Als Dadaist kann ich Thorsten nur zustimmen.

  5. #5 Joachim Dathe
    5. Juli 2013

    Eine vollständige N-Gramm Analyse (N=22) steht jetzt zur Verfügung, hier:
    http://archive.org/details/Jaham/

  6. #6 Dr. Webbaer
    6. Juli 2013

    “St. James” war ein positiv durchgeknallter Typ, bei Grafik 3 geht es wohl irgendwie um die Zehn Gebote, die Nachricht aus dem Hause Hampton müsste religiös grundiert sein.

    MFG
    Dr. W

  7. #7 Peter
    9. September 2013

    Ist schon jemanden aufgefallen das die einzelnen Zeichen immerwieder im doppel oder drilling auftauchen ?
    Wenn man sich auf die einzelnen Zeichen festlegt, sorgt es eher für Verwirrung als zur Lösung des Problems.
    Sehr merkwürdig

  8. #8 Johann
    8. November 2013

    Bei dem dritten Bild von oben sieht man ganz klar die 10 Gebote, wahrscheinlich 1-5 linksstehend und 6-10 rechts! Sollte doch nicht so schwer sein die unlösbaren Buchstaben die er sich ausgedacht hat umzuwandeln wenn man den Text sowieso kennt! Ich würde auch vermuten dass er bestimmte Texte aus der Biebel die im wichtig schienen, eins zu eins in seiner Schrift übernommen hat!

    • #9 Klaus Schmeh
      12. November 2013

      Das ganze erinnert tatsächlich an die zehn Gebote. Bisher hat es aber noch niemand geschafft, das Rätsel damit zu lösen.