Heute geht es um vier interessante Zuschriften zu unterschiedlichen Themen, die ich von Blog-Lesern erhalten habe. Ich hoffe, dass die eine oder andere Diskussion in Gang kommt.

English version (translated with DeepL)

Wie man sich denken kann, erhalte ich öfters Zuschriften von Lesern. Manche davon sind so spannend, dass ich unmittelbar einen Blog-Artikel daraus mache. Auf der anderen Seite erhalte ich natürlich auch zahlreiche weniger interessante E-Mails und solche, die aus anderen Gründen nicht zu einem Blog-Post führen.

Und dann gibt es ab und zu Zuschriften, die weder in die eine noch in die andere Kategorie fallen. Heute möchte ich vier davon vorstellen. Alle vier Leser-Mails sind interessant, haben aber bisher zu keinem Blog-Artikel geführt, weil das Thema zu speziell oder nicht Krypto-relevant ist.

 

Georg Herrmann über ein mögliches Krypto-Rätsel

Blog-Leser Georg “Schorsch” Herrmann hat mir folgendes geschrieben:

Anbei eine Mail, die mir bereits vor zwei Jahren – unter etwas obskuren
Umständen – untergekommen ist:

Received: from mta2.sender (mta2.sender [217.23.139.xxx])
by mail.receiver (Postfix) with ESMTP id 74B6E48301
for <>; Wed, 31 Jul 2019 12:15:04 +0200 (CEST)
DKIM-Signature: v=1; a=rsa-sha1; c=relaxed/relaxed; s=default; d=sender;
h=Content-Type:MIME-Version:From:To:Subject:Date; i=noreply@sender;
bh=XpMy56kVm29qzxkqmxzhO7XayTM=;
b=ZOpWNOVgdQhvykHMS+6UjAW3V080KP49uDybHlYSeCUXfdrn0JEqMtaj4abyi0m2BK3XJRzJ0LDO
fWFdqpEPWOjpMC1LAcfj6woQiWJqFzNcDt3/oCS2hLU4rUUOicAbBHPtB2b6l6axpdMHB6vD/7JN
Rq8WanVd/5/uCI6veJg=
Content-Type: multipart/alternative; boundary="===============8284055664131553004=="
MIME-Version: 1.0
From: <noreply@sender>
To: address@receiver
Subject: YRZXSZRRO PZJLRRUAM
Date: Wed, 31 Jul 2019 10:10:25
Precedence: bulk
Mesage-Id: J226CYM6II6XG8H
Unsubscribe-link: https://GZNJTPC18C2J2L0/unsubscribe
Message-Id: <20190731101506.A4D9148303@mail.receiver>

--===============8284055664131553004==
Content-Type: text/html; charset="us-ascii"
MIME-Version: 1.0
Content-Transfer-Encoding: 7bit

O 15WMZSIY
QWLZAP1JWA0J3SMJJ IRDWS2NS68LSNO0
7JXVB G1IUBUV2D3IH83HJ1UZRRMDN2HDI2LHSJJRC9DOS780X SGDI
--===============8284055664131553004==--

Alle Daten, anhand derer sich Absender oder Empfänger identifizieren lassen, habe ich entfernt. Die Absender-Domäne in Russland existiert heute auch nicht mehr, sie war damals aber existent. Der absendende Server gehört zum russischen RZ-Betreiber Rusonyx Ltd. in Moskau, welcher u. a. virtuelle Server vermietet.

Der deutsche Empfänger und seine persönlichen Verhältnisse sind mir einigermaßen bekannt, eine Verbindung zu Russland besteht insofern, als der Empfänger im internationalen Frachtverkehr tätig ist.

Die Mail enthält – abgesehen von der typischen kryptischen DKIM-Signatur – bereits im Header drei Felder, die scheinbar verschlüsselte Daten enthalten, nämlich:

– Subject: YRZXSZRRO PZJLRRUAM
– Mesage-Id: J226CYM6II6XG8H
– Unsubscribe-link: https://GZNJTPC18C2J2L0/unsubscribe

Davon bekommt der Empfänger üblicherweise nur den Betreff zu sehen. Bei einer automatisierten Verarbeitung könnten jedoch auch die in Mesage-ID (sic) und Unsubscribe-link verschleierten Daten verarbeitet werden –
sie könnten beispielsweise als Schlüssel dienen.

Der Mailtext besteht aus drei Zeilen:

O 15WMZSIY
QWLZAP1JWA0J3SMJJ IRDWS2NS68LSNO0
7JXVB G1IUBUV2D3IH83HJ1UZRRMDN2HDI2LHSJJRC9DOS780X SGDI

Ob es sich hier tatsächlich um eine Verschlüsselung handelt, oder um bloßen Datenmüll – ich habe keine Anhaltspunkte, die eine oder die andere Annahme vorzuziehen.

Wenn es sich um eine Verschlüsselung handelt, so ist diese Mail möglicherweise nicht an die Person selbst gerichtet, sondern dient als Steueranweisung an ein Programm auf dem PC oder Smartphone des Empfängers. Mir persönlich ist aber kein Fall bekannt, in dem ein Control-Server in dieser Weise mit einem Bot kommunizieren würde.

Dass irgendwelche falsch konfigurierten Spambots Datenmüll produzieren, ist Alltag. Solche Mails kommen mir täglich unter. Aber diese Mail sticht heraus, das ist nicht der Datenmüll, den ich sonst so kenne.

Am ehesten erinnert diese Mail mich an bewusst kryptisch gehaltene Mails, mit denen vor einigen (5, 6, 7, ???) Jahren die Empfänger zum Kauf von Pennystocks verleitet, also Aktienkurse manipuliert werden sollten. Die waren nach einigem Nachdenken aber doch recht einfach zu entschlüsseln (sonst hätten sie ja auch ihr Ziel nicht erreicht), und v. a. wurden diese Mails damals wirklich massenhaft versandt, während es sich hier um ein Einzelstück handelt.

 

Pollo über ein mathematisch-historisches Rätsel

Der Blog-Leser Pollo hat mir folgenden Hinweis zugeschickt:

In einem Artikel schreibt Martin Vieweg über Nachweise angewandter Mathematik vor 3700 Jahren in Babylon. Der Mathematiker Daniel Mansfeld hat dabei auch eine Tontafel untersucht, deren Rückseite Ziffern zeigt, die er sich bisher nicht vollständig erklären konnte. Der Autor zitiert ihn am Schluss des Artikels mit dem Wunsch: “Ich kann bisher nicht herausfinden, was sie bedeuten. Ich bin sehr daran interessiert, mit Historikern oder Mathematikern zu diskutieren, die vielleicht eine Idee haben, was uns diese Zahlen sagen wollen!“

Sie und Ihre einfallsreiche Community sind doch eigentlich prädestiniert dafür, hier helfend einzuspringen?

Hier ist der Originalartikel der Australischen Universität (UNSW Sydney).

 

Christian Wasserbauer über den Forrest-Fenn-Schatz

Blog-Leser Christian Wasserbauer aus Österreich hat sich Gedanken zum Gedicht und zum Schatz von Forrest Fenn gemacht:

Anfangs konnte ich dieser Geschichte nur wenig abgewinnen, weil ich dachte, dass dies nur ein Marketinggag sei.
Habe mir aber dann nach weiteren Blogbeiträgen das Gedicht doch einmal näher angeschaut und muss sagen, dass die Wortwahl und Formulierung des Gedichts zum Teil schon interessant ist. Vor allem wenn man bedenkt, dass Forrest Fenn, wie er selber behauptete, sich über zehn Jahre lang Gedanken über sein Gedicht machte. Wenn das Gedicht wirklich so sorgfältig “konstruiert” wurde, sollte dessen Formulierung nicht zufällig sein.

Quelle/Source: Buch-Titelseite

Da Forrest Fenn erwähnte, dass die Kenntnis von Verschlüsselungstechniken bei der Lösung kein Vorteil sei, scheiden Verschlüsselungen im klassischen Sinn schon mal aus. Auch eine direkte Wegbeschreibung halte ich für eher unwahrscheinlich. 10 Jahren lang haben sich sehr viele Menschen Gedanken über dieses Gedicht gemacht. Soviel ich weiß, haben die meisten den Ansatz einer direkten Wegbeschreibung verfolgt. Falls das ganze also kein Hoax war, hätte der Schatz meines Erachtens viel früher gefunden werden müssen. Es wurde aber meines Wissens bis zum Schluss nicht einmal ein logischer Startpunkt gefunden.

Also habe ich mir das Gedicht unter der Annahme eines Rätsels einmal angeschaut.

Der erste Hinweis ist laut Forrest Fenn die Zeile: “Begin it where warm waters halt.” Da der Plural verwendet wird, geht es wohl um sehr viel Wasser. Vielleicht sogar um das ganze Oberflächenwasser der Erde. Dies hält, wenn es von der Sonne erwärmt wird, über unseren Köpfen in Form von Wolken. Der Wind kann die Wolken zwar bewegen, aber das Wasser hält trotzdem dort oben an, bevor es wieder herunterfällt. Dies würde auch erklären, warum Forrest Fenn ständig Eric Sloane erwähnte. Eric Sloane hatte ein Faible für den Himmel und die Meteorologie. Er war berühmt für seine Wolkenbilder und gründete in den USA den ersten, im Fernsehen übertragenen, Wetterbericht.

Für “not far, but too far to walk”, gibt es eigentlich nicht so viele Möglichkeiten. Denn wenn man es genau nimmt, sind selbst 1000km nicht zu weit zum Gehen. Allerdings sind 1000km dann schon weit, zumindest für irdische Distanzen. Nun könnte “not far, but too far to walk” vielleicht für eine geologische Hürde, wie zb. Wasser oder Felsklippen, stehen, die eine kurze Distanz unpassierbar für unsere Füße machen. Aber mein Favorit ist hier eine Distanz in der Zeit. Diese ist ein metaphorischer Canyon, in dem es nur eine Richtung gibt. Und da sonnen gemachte Wolken unter Tag entstehen, würde uns eine logische, kurze Distanz, in die Nacht führen.
Wiederum wäre die Zeit eine Erklärung für Forrest Fenns vielen Erwähnungen von Albert Einstein.

Wenn wir nun in der Nacht zum Himmel blicken, sehen wir die Sterne. Eines der größten und bekanntesten Sternbilder ist der Große Bär. Die größten Bären sind die Braunbären. Nur Eisbären können größer werden, aber nicht so massig. Und Eisbären sind eng mit den Braunbären verwandt. Da in diesem Fall der Singular verwendet wird, sollte es nur einen Braunen geben. Es gibt zwar auch das Sternbild Kleiner Bär, aber kleine Bären sind eher zb. Schwarzbären oder Pandabären. Ebenso ist bekannt, dass Forrest Fenn nachts gerne draußen war und den Nachthimmel bewunderte. Vielleicht ist somit der “Big Sky” das Zuhause des Braunen.

Forrest Fenns Aussage, wonach ein indisches Mädchen, dass nur sein Gedicht und eine Landkarte zu Verfügung hat, nicht mehr als den zweiten Hinweis lösen kann, würde hier auch gut passen. Denn obwohl die 88 Sternenbilder 1928 von der IAU endgültig festgelegt wurden, haben sich diese nicht überall durchgesetzt. Den Großen Bären gibt es in Indien nicht. Nur die hellen Sterne des großen Wagens sind als Saptarishi bekannt. Was soviel wie “die sieben Propheten” bedeutet. Nordwestlich vom Yellowstone Nationalpark gibt es eine Region mit dem Namen Big Sky. Vielleicht muss man südlich davon weitermachen.

Das Wort “meek” wird im Englischen meist falsch verwendet. Die meisten Menschen verwenden es für ängstlich oder zaghaft, aber eigentlich steht es für sanftmütig oder geduldig. Da sich nun Forrest Fenn angeblich jahrelang Gedanken über das Gedicht machte und jedes Wort sehr sorgfältig wählte, sollte er gewusst haben was “meek” wirklich bedeutet. “The Meek” könnten vielleicht die Büffel sein. Wenn diese den Yellowstone Nationalpark im Winter auf der Suche nach Nahrung verlassen, werden sie von den Farmern zurückgetrieben oder erschossen. Denn die Farmer haben Angst, dass die Büffel ihre Tiere mit Brucellose anstecken.

“Your creek” könnte dann für “Buffalo Creek” stehen. Der “Buffalo Creek” ist voller Felsbrocken und Holzstämme und legt auf seinem Weg knapp 1000hm zurück. Er mündet beim Slough Creek Campground des Yellowstone Nationalparks in den Slough Creek. Auch das Semikolon, welches die dritte Strophe in zwei Teile trennt, würde hier Sinn ergeben. Damit wäre man zumindest schon einmal in der Region die Forrest Fenn sehr viel bedeutete.

Dann wechselt das Gedicht mit “If you’ve been wise and found the blaze,” plötzlich für eine Zeile in die Vergangenheitsform. Wenn man es hier wieder genau nimmt, ist die “blaze” (was nicht nur auf eine Flamme, sondern auch auf eine Markierung hindeuten kann) zu diesem Zeitpunkt schon gefunden und würde in meinem Fall der Buffalo Creek sein. Die Aussage von Forrest Fenn, wonach die “blaze” weder nach N, O, S oder Westen weist, wäre damit auch gültig. Vielleicht wurde das Wort “blaze” hier in erster Linie verwendet, weil es an dieser Stelle grundsätzlich passt, auf einen Markierungspunkt hinzuweisen und weil es auch ein Wort brauchte, dass sich auf “gaze” in der übernächsten Zeile reimt.

Mit “Look quickly down, your quest to cease,” wechselt das Gedicht nun wieder in die Gegenwartsform.
Das Beste was mir zu dieser Zeile einfällt ist, dass man südlich vom Buffalo Creek und/oder aus der Vogelperspektive weitersuchen muss.

In der nächsten Zeile wird es mit “But tarry scant with marvel gaze,” wieder spannend. Auf den ersten Blick wird hier “tarry scant” verwendet, um ein kurzes Verweilen zu beschreiben. Diese Formulierung ist aber erstens sehr ungewöhnlich und zweitens macht “tarry scant” an dieser Stelle auch als Füller keinen Sinn, da es sich mit nichts reimt. Wenn es sich nun ohnehin nicht reimt, hätte Forrest Fenn einfach eine bessere Wortwahl für ein kurzes Verweilen verwenden können. Aber anscheinend ist das Wort “tarry” an dieser Stelle wichtig. Da Teer eine extrem zähflüssige Substanz ist, könnte “tarry scant” für eine noch viel langsamere Bewegung stehen, zb. Plattentektonik. Wenn man das mit “marvel gaze” kombiniert, könnte es sich hierbei vielleicht um einen See handeln, der aus der Vogelperspektive wie ein Auge aussieht. Ca. 2km südöstlich von der Mündung des Buffalo Creeks, befindet sich ein kleiner See der mit Fantasie wie ein Auge aussieht, dass sich nur sehr, sehr langsam bewegt.

Zur fünften Strophe habe ich dann wieder keine Ideen.

Bei “So hear me all and listen good,” fällt mir dann auch nur ein, dass man, um gut zuzuhören, beide Ohren braucht, welche annähernd spiegelbildlich sind. 150m westlich des Sees befindet sich ein sumpfiges Gebiet, welches zwar kleiner, aber spiegelbildlich zum See ist.

“Your effort will be worth the cold.” sagt einem vielleicht, dass man seine Aufmerksamkeit in das Sumpfbecken verlagern muss, wo etwas im feuchten Morast versteckt ist.

Da “brave” auch dafür steht etwas zu trotzen bzw. die Stirn zu bieten, dachte ich, vielleicht steht dann “If you are brave and in the wood” für etwas was sich aus dem Wald aus langem Sumpfgras erhebt, zb. einen großen Stein. Und ein großer Stein ragt nun tatsächlich nordwestlich des Sumpfes aus dem langen Sumpfgras hervor (44°56’02.8″N 110°17’35.5″W). Das würde dann in Summe neun Hinweise machen, welche den Weg weisen.

Im Juli 2019 habe ich auf einer Durchreise einen Abstecher zu dieser Stelle gemacht. Ich hatte damals aber leider nur wenig Zeit und wollte mir auch noch die Mammoth Hot Springs ansehen. Aber auch wenn dieser kleine Sumpf nicht besonders tief zu sein schien, glaube ich nicht dass dort jemand eine Kiste versenken würde. Denn das Suchen wäre trotz geringer Tiefe und eingegrenztem Gebiet (rund um den Stein) sehr mühsam. Ein Metalldetektor wäre da sicher von Vorteil, ist aber im Yellowstone Nationalpark verboten.

 

Geoffrey Caveney über Kryptos

Und schließlich möchte ich noch die Gedanken von Geoffrey Caveney au New York zu Kryptos vorstellen:

I am a math and English tutor in New York City, and in my spare time, when I am not playing chess, one of my hobbies is to research cryptographic puzzles such as the 4th and final message on the Kryptos sculpture.

Quelle/Source: Dunin

I strive to base my research and investigation into Kryptos on a sound and rigorous methodology with a strictly statistical basis. To that end, I would like to share with you a striking statistical anomaly that I have found in the course of my research, which I believe may have some real significance for the actual solution of the 4th message of Kryptos.

It seems natural to me to consider such encryption methods as Playfair and Four square as one very possible key step of Kryptos 4. Such bigraphic encryption methods are the one major type of classical cryptographic cipher not yet seen in the other three Kryptos messages. It seems to me that there should be at least one Polybius square employed in one of the Kryptos message encryptions.

The ? before the 97 letters of Kryptos 4 makes a bigraphic cipher with 98 characters natural enough. Playfair is typically ruled out because of the many double letters in the Kryptos 4 ciphertext, but it is striking to me that when the entire message is split in half, in 2 blocks of 49 characters each, and the letters are paired up in order, there are no double letter pairs.

Of course there are numerous possible logical and thematic keywords for any encryption step of Kryptos 4, but it must be recognized that the sequence “DYAHR” does stand out at the beginning of the 3rd Kryptos message ciphertext itself. As a Polybius square keyword, it even neatly places each letter in DYAHR at the top of its own column.

I have long thought that a very logical and thematic clever extra twist to any Polybius square encryption method would be to shift each plaintext letter within the square by a certain number of rows and columns before performing the final encryption step. I think this could very well be the possible “masking step” that Ed Scheidt has referred to on occasion. One would simply need a logical but hard to guess basis for selecting the sequence of numbers 0-4 for the row and column shifts for each letter in the message before the Playfair encryption step.

Out of curiosity, I took the Kryptos 4 ciphertext and performed a Playfair decryption step on it, paired up in 2 blocks of 49 characters as described above, using a Polybius square with keyword DYAHR. Then I compared the resulting text to the crib clues in the plaintext message that Jim Sanborn has revealed: EASTNORTHEAST and BERLINCLOCK. I found that the necessary row and column shift numbers to make the letters in these words shift to the text which then produces the Kryptos 4 ciphertext upon Playfair encryption have the following statistical distribution:

0 shift: 11
1 shift: 14
2 shift: 14
3 shift: 6
4 shift: 3

While such a distribution of 48 values 0-4 could be random, the extremely small number of 4’s and also quite small number of 3’s is striking, and suggests that perhaps this distribution is not random but rather the result of some intentional process.

A natural feature of the Kryptos sculpture text to consider as a possible basis for selecting such a sequence of values 0-4 are the number of characters in each line of the 3rd Kryptos message ciphertext. Unlike the nearly symmetrical line lengths (by number of characters) in the panel of the first two Kryptos message ciphertexts, the Kryptos 3 number of characters per line are “jagged”: 32, 30, 31, 30, 32, 30, 32, 31, 33, 29, and then the remaining lines of Kryptos 3/4 are evenly 31 characters each.

If these line lengths are somehow the basis of selecting the sequence of row and column shifts of the plaintext letters within a Polybius square before encryption, as described above, I observe that there is a parallel between the small number of 3 and 4 shifts before the Playfair encryption with keyword DYAHR and the single lines of Kryptos 3 that contain 33 characters (= 3 modulo 5) and 29 characters (= 4 modulo 5).

One natural method to select the lines of the Kryptos 3/4 panel, and thus the values 0-4 from their line lengths modulo 5, is to use the alphabetical left-hand column of the Vigenere tableau panels as an input key for row selection. That is, any letter can be found in this alphabetical column, and then the line length modulo 5 of the corresponding row in Kryptos 3/4 can be selected as the row or column shift value 0-4.

Of course the lines of Kryptos 3/4 only correspond with the N-Z part of the alphabetical column in the Vigenere tableau panel. But there are some natural ways to map any letter A-M to the line lengths of Kryptos 3/4 as well: The method I prefer is to reflect the A-M rows downward in a mirror image, so that A=Z, B=Y, …, M=N, etc. The biggest advantage of this method is that E maps to the V line = 33 characters = 3 modulo 5.

Now I must admit I find the following statistical occurrence rather remarkable: If one selects 24 letters at random from the Kryptos 1/2 ciphertext, and also 24 letters at random from the Kryptos 3 ciphertext, and maps each letter to the alphabetical column of the Vigenere tableau and then to the Kryptos 3/4 line lengths modulo 5, using the reflective mapping of the alpha column A=Z, etc., the expected distribution of the resulting values 0-4 is as follows:

0 shift: 10.3
1 shift: 13.7
2 shift: 13.7
3 shift: 6.5
4 shift: 3.8

I find it quite remarkable to find the close correspondence of this distribution with the actual observed distribution of the row and column shifts necessary to make the letters in EASTNORTHEAST and BERLINCLOCK shift to the text which then produces the Kryptos 4 ciphertext upon Playfair encryption with the text letters paired in two halves of 49 characters each using the Polybius square with keyword DYAHR.

Unfortunately, I have not yet been able to find any logical way to select actual letters from the Kryptos 1/2 and Kryptos 3 ciphertexts that produces any sequence of actual row and column shift values 0-4 in an order that matches up exactly with those necessary for EASTNORTHEAST and BERLINCLOCK. The challenge is that there are so many possible ways to make such a selection of 97 letters from Kryptos 1/2 and 97 letters from Kryptos 3 that it is difficult to know where to begin or how to approach the search for the correct selection method in any kind of systematic manner.

But the extraordinarily striking close correspondence of the distribution of the 0-4 shifts that I have described above gives me an objective statistical reason to believe that maybe, just maybe, my approach may possibly be on the right track.

 

Fazit

Alle vier Zuschriften enthalten interessante Gedanken, auf die ich an dieser Stelle leider nicht im einzelnen eingehen kann. Wer etwas dazu sagen will, kann das natürlich gerne im Diskussionsforum tun. Vielleicht kommt ja die eine oder andere ergiebige Diskussion in Gange.


Further reading: Vom Teddybär bis zum Weihnachtsbaum-Anhänger: die schönsten Merchandising-Produkte der NSA

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Kommentare (5)

  1. #1 Michael BGNC
    Lake Constance
    1. September 2021

    The question mark “?” is missing in all pictures that Mr. Sanborn sent to the New York Times. In the last few years JS only talked about the remaining 97 characters. The message is most likely only 97 characters long. I am convinced the message is even shorter because the 97 characters probably also contain parts of the key.

    Ed Scheidt said: “How do you deliver a message in such a way that it conveys not only the encrypted data, but also the key?”

    “He talked about how the code was designed so that someone could come along 15 years later, having forgotten the keys, and still be able to figure it out via the clues that were there. “Imagine that you have an operative in place that you will need to get a message to in the future. It could be 15 years down the road – you won’t have any contact with them in the meantime. You have to assume that they will not remember the ‘key’. How do you deliver a message in such a way that it conveys not only the encrypted data, but also the key?

    (Notes from Elonka Dunin’s 2003 roadtrip)

  2. #2 TWO
    1. September 2021

    Scheidt: I haven’t talked to anyone there about it. I would have to believe somebody would, at lunchtime, want to take a look at it. I think there are 98 characters left. That’s not a lot of characters. It’s a question of how would you approach it? Would you approach it mathematically? Would you approach it in the context of secret writings or symbols? There’s a whole array of things which offer a challenge.

    WIRED
    Inside Info on Kryptos’ Codes
    01.21.2005 12:00 PM

  3. #3 Geoffrey Caveney
    New York City
    1. September 2021

    Regarding the “?” between K3 and K4 and the question of 97 or 98 characters in K4, it seems to be deliberately left to be ambiguous, as with so many things about Kryptos. Regarding Sanborn’s pictures, when he released the EASTNORTHEAST extra clue to certain correspondents last year (first made public by Sukhwant Singh), the graphic of K4 that Sanborn sent included the “?” numbered as “0” before the letters of K4 numbered 1-97.

    Even if K4 only had 97 characters, I would consider it entirely fair game for such a difficult challenge if it were necessary for the solver to add a dummy null character at the beginning or end in order to perform a bigraphic encryption/decryption step such as Playfair. Adding one or more null characters is standard procedure in many cipher methods, and if the intended recipient knows the decryption method is bigraphic, for example, part of their instructions could be to add a null character if the message length is an odd number. I just don’t buy the argument that all bigraphic encryption methods can be excluded for K4 simply because it has an odd number of letters.

  4. #4 Geoffrey Caveney
    New York City
    2. September 2021

    Regarding the unexplained numbers on the Babylonian mathematical tablet, the end of the Australian university article specifies that the number in question is “25,29”, which Mansfield suggests may mean something like “25 minutes, 29 seconds”. Given the Babylonian base-60 number system, “25,29” could represent some form of the number 25*60 + 29 = 1529. Although it would be nice if there were some beautiful and elegant mathematical connection of this number to the other geometrical calculations on the tablet, it is perhaps most likely that this number 1529 is simply a financial or accounting value, for example the total number of some item assigned to one of the parties whose land was measured in the geometrical calculations on the tablet. Of course this itself is only a guess, but my point is to caution that unfortunately there may not be any mysterious significance of this number that has a beautiful solution for us to find.

  5. #5 TWO
    5. September 2021

    We might as well post this here.

    On the diagonals of K4 can be discovered the words SLY and PUSS.

    One could anagram this to PS ULYSS.

    Ulysses?

    And then a very crazy idea.

    Is this maybe a reference to Zork I, a text adventure by Infocom?
    Infocom adventures were very popular during the 80’s

    In that adventure you had to defeat the Cyclops by saying the word Ulysses

    Cyclops as a passphrase or Cyklops as an alfabet key?

    And no, we did not find anything interesting.