Eigentlich wollte ich ja nicht mehr über Herrn Bhakdi schreiben. Doch in den letzten Wochen wurde ich einige Male gefragt, was ich so denke über Herrn Bhakdis politische Ambitionen? Vielleicht, weil es hier im Blog den einen oder anderen einschlägigen Artikel gab? Kann sein, aber ich bin so wenig Bhakdiologe, wie ich Grund zur Querdenkerologie als Analog zur Kreml-Astrologie sehe. Wir wollen schließlich die Kirche im Dorf lassen und den Damen und Herren Querdenkern und Impfdiffamierern nicht die Bedeutung zukommen lassen, die sie meinen zu haben.

Doch um die Frage kurz zu beantworten (will ja meine Ruhe haben 😉 ), denke ich zunächst, dass er keinen Deut auf meine Meinung gibt. Vielleicht sollte wir aber genau hinschauen, was bei der ein-Thema-Partei “die Basis” noch kommen wird, schließlich haben wir mit einer durchweg populistischen Partei mit ihren naiven Vorstellungen von Politikbetrieb bereits genug Ärger. Und doch, ganz ehrlich, finde ich es ganz gut, wenn Bhakdi und seine querdenkenden Freunde in die Politik gehen. Wer findet, dass sie vor Gericht ziehen sollten, statt munter von der Verfassungswidrigkeit aller Maßnahmen gegen das Virus zu fabulieren (weil so ein Gang zu Gericht ist eine nüchterne Sache und entzieht der Schwurbelei Tempo), der muss eigentlich auch gut finden, dass Leute, die glauben zu wenig Gehör zu finden (das es ein Lamento über das Nichtgehörtwerden von “Warnungen” der Bhakdis und Wodargs und … gibt müssen wir nicht wieder und wieder belegen, oder?) in die Politik gehen. Ob ihre Träume wahr werden? Vielleicht ist ein Absturz bei der anstehenden Bundestagswahl ganz gut, um manchen Schurbelzuhörer zu erden – bis dahin wird sicher auch der eine oder andere Impfverweigerer von der Realität eingeholt.

Apropos, nachdem mich Joseph Kuhn von nebenan bat doch zu der D-Dimer-Story des Herrn Bhakdi (vgl. dieser Beitrag) Stellung zu nehmen, fiel mir der Nachbar ein, der mir am letzten Wochenende von Warnungen vor “der Impfung” erzählte, neue “Gerinnungsstörungen” seien berichtet, auch bei Biontech. Das hätte er nicht irgendwoher, sondern habe “ein Professor” im Fernsehen gesagt. Beides zusammen ist wohl doch Grund genug näher hin zu schauen.

Eine kurze Nacherzählung: Herr Bhakdi berichtet auf Rubikon in einem unkritischen “Interview” davon ein Arzt habe sich bei ihm gemeldet und mitgeteilt [Korrektur:] mehr als 30% seiner untersuchten[/Korrektur] Impflinge hätten erhöhte D-Dimerwerte aufgewiesen und das sei ein eindeutiges Alarmzeichen (das, natürlich, von offizieller Seite nicht wahrgenommen würde). Nun wissen wir grundsätzlich nicht, was an den Erzählungen Herrn Bhakdis und seiner Mitstreiter belastbar ist und was nicht. Man muss halt hinschauen …

Also, zunächst einmal sind D-Dimere sogenannte unspezifische Biomarker. Biomarker sind, ganz allgemein gesagt, Hinweisgeber auf dem Weg zur Diagnose oder zur Kontrolle eines Krankheitsverlaufes. Und warum unspezifisch? Weil gezeigt werden konnte, dass D-Dimere im Blut Hinweisgeber auf eine Reihe von gefährlichen Zuständen von PatientInnen sein können oder auch als Ausschlusskriterium dienen können für das Nichtvorhandensein einer Erkrankung. Unter anderem sind sie auch verbunden mit schweren Verläufen von COVID-19[Paliogiannis, 2020]. Kein Wunder, D-Dimere sind Abbauprodukte bei Blutgerinseln.*

Solche unspezifischen Biomarker kennen wir alle von Blutbildern beim Hausarzt, da wird i.d.R. das CRP (C-reaktives Protein) mit erhoben, ein allgemeiner Entzündungsmarker. Ist der Wert erhöht, lohnt es sich näher hinzuschauen, weil u. U. eine Entzündungsreaktion vorliegt. Zur Einschätzung des Wertes oder gar zur Diagnosestellung, braucht es mehr – gute Ärztinnen und Ärzte diskutieren das dann gelegentlich mit ihren Patienten. Vielleicht werden andere Blutwerte “nachgemessen”, vielleicht werden andere diagnostische Verfahren zu Rate gezogen, vielleicht reicht der erste Hinweis, um ein Urteil zu festigen, weil man die Geschichte und andere Parameter bereits kennt.

Wie auch immer, D-Dimere sind deshalb unspezifisch, weil sie ebenfalls bei einer Reihe von Zuständen erhöhte Werte aufweisen können. So möchte man Herrn Bhakdi entgegenrufen: Wo sind die Daten? Wer hat da genau was wie gemessen? Eine Arzt im stillen Kämmerlein oder doch standardisiert durch Einsendung zum Diagnostiklabor? Welches waren die Patienten? Waren da Schwangere drunter, Leute mit Vorerkrankungen (Krebs, rheumatische Erkrankungen, erkrankte Leber, COVID-Genesene, etc. – D-Dimererhöhung kann durch viele Faktoren ausgelöst werden)? Welche Altersverteilung? etc. etc. Wir halten fest: Bislang gibt es nicht mehr Informationen als “ein Typ im Internet behauptet etwas”.

Moment mal! Die Auffälligkeit ergab sich unabhängig vom Wirkstoff? In jedem Fall? (laut Bhakdi!) Das wäre neu. Aus so was könnte man eine wissenschaftliche Veröffentlichung machen, so wie diese, die im Übrigen explizit vermerkt keine Auffälligkeiten beim D-Dimer-Level festgestellt zu haben. Vor allem aber wäre die Befunde alarmierend. Man könnte sie übermitteln, damit Andere gewarnt sind. Für alle, die dies möchten gibt es eine Webseite. Auch der Hinweis auf die Pflicht dies in diesem Fall zu tun, möchte ich nicht lassen. So etwas wird auch nicht unter den Teppich gekehrt, wie Querdenker immer wieder suggerieren, sondern wie der Link zeigt, differenziert diskutiert. Öffentlich.

Joseph Kuhn erhoffte sich eine medizinisch wissenschaftliche Einordnung der D-Dimere: Ist es überhaupt sinnvoll diese zu messen? Insofern ist meine Antwort (und nein, ich gebe nicht vor hämatologische Expertise zu besitzen) vielleicht enttäuschend. Unterm Strich: Ja, das Vorhandensein erhöhter D-Dimere sollte Mediziner sehr hellhörig werden lassen. Man kann sich natürlich fragen, ob eventuell andere Faktoren, wie beispielsweise anti-PF4-Antikörper interessanter wären. Von denen ist bekannt, dass sie eine durch einen Impfstoff ausgelöste Störung des Gerinnungssystems anzeigen können[Thiele et al.; 2021] – was aber alleine nicht hinreichend ist, um eine Gefährdung einschätzen zu können. Bei beiden Parametern kommt es u. a. auf die Stärke des Signals an (auch eine unbeantwortete Frage). Beide Faktoren könnte(!) man messen, u. a. als Kontrollindikatoren. Der Statistiker in mir verlangt eher nach zusätzlichen Parametern – aber welche Parameter erfasst werden hängt vom Design einer Studie und ihrer Fragestellung ab. Nichts, was irgendwer in einem Interview oder Blog aus den Ärmeln schütteln könnte. Und darum geht es ja nicht. Daher klar: D-Dimere messen, um Gefährdungspotential zu messen? Ja, bitte – aber nicht alleine, nicht ohne Kontext und nicht ohne öffentliches Protokoll.

Man kann aber auch, wie das Herr Bhakdi ja gerne – wohlgemerkt ohne erarbeitete Expertise – macht warnen wollen (bzw. Ängste schüren wollen, weil es so schön ist im Rampenlicht zu stehen – was meine Sicht ist). Ohne sich wirklich in ein Thema einzufuchsen. Der Fairness halber sei gesagt: So ein Interview oder Video ist immer verkürzend, nicht alle Studien können ad hoc benannt werden. Aber seriöse Informanten geben die Quellen an.

Everything is easy for the man who doesn’t have to do the work.

Mit dem Spruch haben wir zu meinen Laborzeiten altkluge Kommentare bedacht. Seit Beginn der Pandemie hören wir von Bhakdi und seinen Mitstreitern, wie ungehört sie seien, während sie auf Youtube, KenFM, Fox News, Rubikon, eigenen Webseiten etc. ihre Erkenntnisse und Wahrheiten verbreiten, während wir WissenschaftlerInnen und WissenschaftsbeobachterInnen hier und auf anderen Kanälen kommentieren. Warum nicht? Wer als WissenschaftlerIn ernst genommen werden mag, kann Twittern, Blog schreiben, Podcasts betreiben, in Talkshows sitzen und vieles mehr – sollte aber unbedingt weiterhin wissenschaftlich arbeiten (Beispiel). Wo bleiben die Studien der querdenkenden Wissenschaftler? Wo ihre Reviews? Wo ihre “Letters to the Editor” mit denen sie wenigstens eine Duftmarke der Kritik hinterlassen könnten? Setzen sie sich wenigstens mit den Argumenten ihrer Kritiker auseinander? Also außer, wie Herr Bhakdi, diffamierend von “dem Drosten” zu reden oder der Behauptung, man habe Herrn Şahin (Mitgründer von Biontech) ja schon vor der Pensionierung nicht geglaubt und in der Diskussion alt aussehen lassen (in einem anderen Video von Bhakdi, leicht paraphrasiert)?

Und so geht dieses Mal keine Mail an seinen Verein, die um Antwort bittet. Feedback ist nicht zu erwarten. Für Herrn Bhakdi ist alles ganz einfach – er muss schon lange die Arbeiten selber nicht mehr machen.

* Für die “Experten”: Ich versuche für etwaige LeserInnen zu schreiben, die zuvor Herrn Bhakdi zuhörten – nicht für med. Fachpersonal.

 

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Kommentare (55)

  1. #1 Dieter Grosch
    Naumburg
    4. Juni 2021

    Demokratie heißt aber Meinungsfreiheit und die ist jeden nach Grundgesetz garantiert, nur darf man damit niemanden beleidigen, oder diffamieren
    Außerdem solle man das was man anderen Mitteilen will in kurzen prägnanten zwei bis drei Sätzen sagen und nie polemisieren.
    Und was das wichtigste ist, wenn man etwas behauptet es immer beweisen.
    Und quer-denken ist etwas positives.
    Es fordert den Widerspruch heraus, um das Thema wirklich zu diskutieren, um damit die optimale Lösung zu finden, Nur vermisst man eine solche Haltung bei den Politikern, satt dessen beschimpft man sich gegenseitig.

  2. #2 Spritkopf
    4. Juni 2021

    Ob Herr Bhakdi früher wissenschaftliche Qualitäten besessen hat, darüber mag ich mir kein Urteil erlauben. Dass sich jeglicher Rest eines etwaigen wissenschaftlichen Ethos bei ihm rückstandlos verflüchtigt hat, ist für mich klar, seitdem er in seinem letzten Buch seine Behauptung, es habe keine zweite Coronawelle gegeben, damit zu belegen versucht, dass er einfach sein Fallzahlendiagramm enden lässt, kurz bevor der große Anstieg beginnt. Sowas hat nichts mehr mit Wissenschaft zu tun und ist meiner Ansicht nach nur noch skrupellos.

  3. #3 Joseph Kuhn
    4. Juni 2021

    @ Christian:

    Danke für’s Aufgreifen. Vielleicht kommt ja zu den D-Dimeren und ihrer Befundung noch eine kleine Diskussion zustande.

  4. #4 RPGNo1
    4. Juni 2021

    @Dieter Grosch

    Bhakdis Meinungsfreiheit ist nicht beschnitten. Er darf alles offen aussprechen, muss aber auch den entsprechenden scharfen Gegenwind vertragen. Er und seine Mitstreiter (m/w) sehen sich aber lieber auf der Opferschiene.

  5. #5 Spritkopf
    4. Juni 2021

    @Joseph Kuhn

    den D-Dimeren und ihrer Befundung

    Naja, zumindest zur Befundung wird solange nichts Fundiertes zustandekommen, wie der Herr Bhakdi – oder der von ihm nicht namentlich erwähnte Arzt (so der denn existiert) – die Einzelheiten für sich behält.

  6. #6 Michael Kuhn
    4. Juni 2021

    Schade Herr Meesters, dass sie sich von diesem Mitblogger scheinbar haben “anpingen” lassen zu einer weiteren Meinungsäußerung über Bhakdi obwohl sie nicht wollten. Ähnlich wie Sie fokussiere ich mich schon lange auf anderes und andere in Pandemie. Bhakdi spielt eine Rolle mittlerweile, allerdings eben genauso wie Medien, Politik und Wissenschaft. Das ist sein gutes Recht in einer theatralischen Gesellschaft in der kaum noch einer die Wahrheit sagt. Ein Lauterbach oder Priesemann liegt ja schliesslich auch ständig daneben mit ihren Warnungen und Prognosen oder wo sehen sie den Unterschied, Bhakdi tut es bewusst und die unbewusst? Das müssten Sie nachweisen. Sehe nicht wie… Und emeritiert ist er ja, während Priesemann und Co. ja als praktizierende Wissenschaftler zumindest einen Funken Berufsethos haben sollten.

    Warum nicht mal ein Artikel über wissenschaftlichen Qualitäten von Lauterbach, Meyer-Hermann oder Priesemann, der “Prognosen” sich alle in Luft aufgelöst haben. Da könnten Sie oder ihr Mitblogger doch zumindest mal wissenschaftlich erklären, warum die Prognosen nicht eintraten und ob ich als Leser mehr Panik und Angst haben sollte vor deren Prognosen oder den Prognosen Bhakdis und warum? Das täte mich auf einem Wissenschaftsblognetzwerk mehr interessieren als persönliche Meinungen zu anderen Wissenschaftlern. Dafür gibts ja den Stammtisch oder Kaffeeklatsch bzw. gab es.

    Und doch muss ich ihnen sagen, dass ich einem Bhakdi 1000x eher mein Kind oder Katze anvertrauen würde, gerade während einer Pandemie, als Priesemann, Drosten, Merkel und Co. Und die meisten die Bhakdi gesehen haben würden dies eben so tun, das ist einfach eine Frage der Menschenkenntnis. ARD und ZDF haben ja auch seit Dekaden die gleichen Nachrichtensprecher, damit die Zuschauer ihnen vertrauen, auch wenn Jens Riewa oder Slomka als Journalisten wahrscheinlich sehr zweifelhafte Qualitäten und Neutralität haben.

    Um wissenschaftliche Wahrheiten geht es doch schon lange nicht mehr in dieser Pandemie, nur noch um Deutungshoheit. Jemand wie Sie, dessen Artikel ich zur wiss. Reproduktionskrise schätze, arbeitet sich jetzt immer noch an Bhakdi ab? Warum nicht mal stattdessen die Validität von epidemologischen Modellen und Vorhersagen auf den Prüfstand und Ebenbürtigkeit mit Wetterprognosen hier stellen? Da könnten sie als Bioinformatiker und ihr Mitblogger als Statistiker mal was schreiben von starken inhaltlichen Bezug zu Pandemie und dieser Plattform.

    Oder anders gesagt: Merken Sie nicht, dass außer Ihnen und diesem Mitblogger samt seinen Fanclub sich eigentlich keiner mehr interessiert für Bhakdi? Höchstens Leute die den Volksverpetzer oder Eckhart von Hirschhausen informativ finden?! Willkommen in der eigenen Blase 😉

    • #7 Christian Meesters
      5. Juni 2021

      Danke für das Lob. Die Auseinandersetzung mit Herrn Bhakdi ist in der Tat wie das intellektuelle Reiten auf einem toten Pferd: Es ist im Grunde alles gesagt. Und doch schafft er es (wie eingangs des Artikels angedeutet und auch in ihrem Kommentar zu erkennen) Menschen sowohl von seiner Redlichkeit als auch von seiner Kompetenz zu überzeugen. Immer wieder und immer mit neuen Volten. Da es sich hier um ein wirklich gefährliches Gebräu handelt, ergibt sich der Grund zur Auseinandersetzung.

      Modellierer können falsch liegen. Auch weil Menschen ihr Verhalten ändern. Sich mit ihren Modellen auseinanderzusetzen ist (für mich) ungleich interessanter, als manche Prognose und Einordnung der MWGFD-Leute. Wenn sie jedoch falsch liegen leiden Menschen auf andere Weise als bei dahingeplapperten “Prognosen” von Bhakdi und Co., daher die Priorisierung.

      Hinein kommt der Faktor Zeit und Sie wissen, warum nicht zu beliebigen Themen gebloggt wird.

  7. #8 PDP10
    4. Juni 2021

    @Dieter Grosch:

    Demokratie heißt aber Meinungsfreiheit und die ist jeden nach Grundgesetz garantiert, nur darf man damit niemanden beleidigen, oder diffamieren

    Was Sucharit Bhakdi behauptet sind aber keine Meinungen sondern Tatsachen-Behauptungen (sic!). Und solche brauchen Belege. Das nennnt man “gute wissenschaftliche Praxis” und es hat mit irgendeiner Einschränkung der Meinungsfreiheit nicht das geringste zu tun, wenn man ihm nicht glaubt, weil die Belege fehlen.

    Außerdem solle man das was man anderen Mitteilen will in kurzen prägnanten zwei bis drei Sätzen sagen und nie polemisieren.

    Tja. Manche Dinge sind zu kompliziert um sie in zwei bis drei prägnanten Sätzen zu sagen. Und ich sehe hier keine Polemik. Aber ich sehe zB. Polemik in Bhakdis Drohungen gegenüber der Ärzteschaft.

    Und was das wichtigste ist, wenn man etwas behauptet es immer beweisen.

    Na da sind wir ja doch einer Meinung.

    Und quer-denken ist etwas positives.

    Einfach mal irgendwas behaupten ohne zu Belegen ist aber kein “quer-denken”. Irgendwas unbelegt und ungeprüft zu glauben nur weil es einem gerade in den Kram passt hat übrigens auch nichts mit “quer-denken” zu tun. Nichtmal mit “denken”.

    Es fordert den Widerspruch heraus, um das Thema wirklich zu diskutieren, um damit die optimale Lösung zu finden,

    Unbelegte Behauptungen und blühender Unsinn sind aber keine “Herausforderung von Widerspruch” sondern nur unbelegte Behauptungen und Unsinn und haben noch nie dazu beigetragen sowas wie eine “optimale Lösung” zu finden. Das Einzige zu was sowas beiträgt ist, dass sich Leute profilieren können, denen sowas ungeprüft geglaubt wird. Sonst nichts.

  8. #9 Kavtätenstopfer
    Niedernhausen
    5. Juni 2021

    Als Bürger habe ich das verbriefte Recht, meine Meinung zu äußern, selbst wenn ich dumm, uninformiert, korrupt oder gläubig bin. Und das ist auch gut so. Bei Äußerungen zu wissenschaftlichen Themen oder Fakten äußern gelten andere Anforderungen. Da sollte dann schon etwas Belegbares genannt werden können und nicht nur Werbesprüche für die eigene Sache. Aber jeder hat auch das Recht der Selbstdemontage.

  9. #10 Christian Meesters
    5. Juni 2021

    @Joseph Kuhn: Nun ja, wissenschaftlich geprägtes Feedback erwarte ich an dieser Stelle eher weniger – der bisherige Kommentarthread spricht Bände ;-).

  10. #11 Joseph Kuhn
    5. Juni 2021

    @ Christian:

    Ja, scheint so. Bei dem Thema wird man schnell zum Sisyphos. Aber der war lt. Camus ja trotz aller Vergeblichkeit seines Mühens ein glücklicher Mensch.

    @ Michael Kuhn:

    Zur Passung von Modellen, Szenarien und realer Entwicklung gibt es schon sehr viel Beiträge, auch im Netz, z.B. hier oder hier oder hier. Ich sehe keinen Bedarf dafür, das Thema nochmal und nochmal durchzukauen. Ihnen geht es ja auch nicht darum, zu verstehen, wie Modelle und reale Entwickung zusammenhängen, sonst würden Sie lesen, was dazu bis zum Erbrechen geschrieben wurde, Sie möchten nur kritische Beiträge zu Priesemann & Co., damit Bhakdis Mist von unbedarften Lesern auf die gleiche Ebene eingeordnet wird.

    Aber Bhakdi modelliert nicht, er manipuliert. Seine Prognosen treffen nicht deswegen nicht ein, weil sich Modellparameter geändert haben (was z.T. ja gerade Sinn der Sache ist: Verhalten ändern), sondern weil er Unsinn redet und Fakten unterschlägt. Beispielhaft dafür ist seine Behauptung, es gebe keine zweite Welle und das einfach mit dem Unterdrücken der Daten “belegt”.

    Bhakdi & Co. beklagen sich ständig darüber, dass man ihre Thesen ignoriert, aber wenn man es nicht tut, ist es auch nicht recht, es sei denn, man klatscht Beifall.

  11. #12 rolak
    5. Juni 2021

    eher weniger

    Was zwar gefühlt schade ist, doch von mir nicht so richtig eingeordnet werden kann. Denn die DDimerMessung scheint nur im ‘nichts’-Falle konkrete Auschlüsse zu erlauben, während ‘ist-da’ bestenfalls schwammige Hinweise liefert. Erinnert mich an die IgG-Tests, die ja gerne für haltlose AllergieFerndiagnosen verkauft werden.

    spricht Bände

    Bisher zum Glück eher ein schmales Traktätchen, aber ansonsten: Leider ja.

  12. #13 Spritkopf
    5. Juni 2021

    @Michael Kuhn

    Bhakdi spielt eine Rolle mittlerweile, allerdings eben genauso wie Medien, Politik und Wissenschaft. Das ist sein gutes Recht in einer theatralischen Gesellschaft in der kaum noch einer die Wahrheit sagt.

    Ist das Ihre Meinung? “Wir werden doch sowieso überall belogen, da darf der Bhakdi das auch!”

    Und doch muss ich ihnen sagen, dass ich einem Bhakdi 1000x eher mein Kind oder Katze anvertrauen würde, gerade während einer Pandemie, als Priesemann, Drosten, Merkel und Co.

    Bhakdi, der Statistiken frisiert, so dass sie zu seinen Behauptungen passen, der schwachsinniges Zeug zur Grippeimpfung erzählt (welches er eigentlich besser wissen sollte), dass sich einem die Fußnägel aufrollen? Und den würden Sie einem Christian Drosten vorziehen? Auweia!

    Und die meisten die Bhakdi gesehen haben würden dies eben so tun, das ist einfach eine Frage der Menschenkenntnis.

    Sie haben keine, das ist mal klar.

  13. #14 Joseph Kuhn
    5. Juni 2021

    @ spritkopf:

    Kommentare wie die von Michael Kuhn führen auch sehr schön vor, wie die Querdenker die notwendige kritische Auseinandersetzung mit der Coronapolitik behindern. Es gibt ja genug gravierende Fehleinschätzungen der Politik, vom Masken- und Testbedarf bis hin zur Frage, warum es nicht gelungen ist, die Heime gut auf die zweite Welle vorzubereiten.

    Statt dessen lenken die Querdenker den Blick der medialen Aufmerksamkeit auf ihre obskuren Thesen: Sie sind die nützlichen Idioten Spahns.

  14. #15 Joachim
    5. Juni 2021

    „D-Dimere messen, um Gefährdungspotential zu messen? Ja, bitte – aber nicht alleine, nicht ohne Kontext und nicht ohne öffentliches Protokoll.“

    Ich finde, das lässt sich nicht besser sagen. Bhakdi greift sich da einfach einen Begriff raus, den „normale Menschen“ ohne die entsprechende Ausbildung kaum verstehen und baut damit ein Angstmonster auf. Das der Parameter unspezifisch ist kommt ihm dabei entgegen. Es kann ja sein, dass die behaupteten >30% des bekannten Arztes zufällig stimmen. Doch so sagt das genau nichts über einen Zusammenhang mit den Impfungen aus. Man müsste schon genauer hinsehen (können).

    Ich will das mal konkret sagen: Der Herr Bhakdi verwendet die selben durchsichtigen Tricks, wie ein Betrüger, der Omas auf der Kaffeefahrt Wundermittel – hier sein Buch – andrehen will. Das ist keine Meinung, die er da vertritt. Das ist der Versuch die Menschen über den Tisch zu ziehen.

  15. #16 Michael Kuhn
    5. Juni 2021

    @Meesters

    Bhakdi hat m.M. erkannt, dass er als Wissenschaftler nicht mehr ernst genommen wird medial, da es ihm aber ein Anliegen ist Schaden von (seinen) Kindern abzuwenden, tut er alles, auch evtl. unwissenschaftliche, um das zu erreichen. Wie gesagt, er spielt jetzt eine Rolle. Ich habe mir seinen Brief an die Bundeskanzlernin vor 1,5 Jahren gespeichert auf der Festplatte, darin waren sehr rationale Fragen, was die Medien aus einem machen und man sich machen lässt, sieht man jetzt an Ihm. Den Preis muss er zahlen.

    Letztendllich muss ich mich als Leser und Bürger fragen und informieren nach seinen und anderer Warnungen, ob die Impferei der Kinder wirklich nötig und von Nutzen ist und dass er da medial seine Rolle spielt mit für ihn persönlichen Nachteilen, um eine öfftl. Gegenmeinung zu bringen, dafür bin ich ihm dankbar, denn scheinbar ist schon entschieden worden wirklich so gut wie alle zu impfen obwohl in Ländern ohne Lockdown die Welt nicht unterging. Genauso wie ich das bei allesdichtmachen fragen muss, das sind ja wirkliche Schauspieler. Die meisten sehen Bhakdi auch nicht (mehr) als Wissenschaftler, sondern eben kritischen Geist und Familienvater. In der Rolle billige ich ihm auch mehr Glaubwürdigkeit zu als Lauterbach, Priesemann und Co.

    Auch in der Wissenschaft und im Publikationswesen werden oft Gegenmeinungen öffentlichkeitswirksam gefahren von Forschern, weil es der Karriere dient, die Reproduktionskrise kommt ja nicht von ungefähr 🙂 Die MOND-Theorie wurde zu meiner Zeit von den meisten Befürwortern der dunklen Materie verspottet. Mit der Impfung verhält es sich ähnlich, da wir keine Langzeittests haben, ist es legitim den Teufel an die Wand zu malen wie Bhakdi. Das Gegenteil hat noch keiner bewiesen. Ist vielleicht nicht hochwissenschaftlich, aber lauter eben schon bei der Diskursatmosphäre und ständigen Panikmache der Gegenseite. Bhakdi muss nicht heiliger sein als Lauterbach.

    [edit: ab hier gelöscht, wg. persöhnlicher Fehde mit Joseph Kuhn – und weil es wenig interessant ist, wen Sie alles so als Lügner bezeichnen möchten]

    • #17 Christian Meesters
      5. Juni 2021

      Bhakdi hat m.M. erkannt,…

      Mag sein. Kann aber auch sein, dass er sich in der Rolle des verkannten Genies und der Cassandra gut gefällt.

      Letztendllich muss ich mich als Leser und Bürger fragen und informieren nach seinen und anderer Warnungen, ob die Impferei der Kinder wirklich nötig und von Nutzen ist

      Das dürfen Sie gerne tun. Und wenn Sie zu dem Schluss kommen, dass Sie lieber das Spikeprotein mit natürlichen Zusätzen (a.k.a. SARS-CoV-2) bekommen möchten und die Probe auf’s Exempel machen (milder Verlauf mit oder ohne Langzeitwirkungen oder gar ein heftiger Verlauf?), dann ist Ihnen das unbenommen. Für die ganze Familie. Wenn’s blöd läuft, wird hoffentlich neu nachgedacht.

      Und ja: Kritik an den Maßnahmen ist politisch angebracht. Dass erfolgt medial auch und kaum jemand – jedenfalls in SB, meinem Bekanntenkreis und den von mir konsumierten Medien national und international – wird die Meinung vertreten, dass die letzten 1.5 Jahre ohne Fehler von Regierungen und Verwaltungen waren. Deshalb muss sich niemand als Märtyrer verstehen und einen diffamierenden Ton anschlagen. Man kann auch rational argumentieren.

      … da wir keine Langzeittests haben, ist es legitim den Teufel an die Wand zu malen wie Bhakdi

      Nein, nicht so wie Bhakdi und andere aus der Querdenkerszene: Wissenschaftliche oder organisatorische Kritik sollte zivilisiert erfolgen. Und – Herr Bhakdi ist ja nicht der Einzige – man sollte sich auch in den Diskurs begeben, den man anfängt. Herr Bhakdi pickt seit Beginn der Pandemie Teilfakten heraus und zieht Schlussfolgerungen, bei denen die Prämisse schon nicht stimmt. Er verdreht die Wahrheit (s. Link im Beitrag) zur Untermauerung der These der großen Verschwörung und tritt nunmehr ausschließlich auf alternativen Plattformen (mit teilweiser rechtspopulistischer Tendenz) auf und ist im eigenen Narrativ gefangen.

      Bzgl. der Impfkampagne können Sie und andere gerne glauben, was Sie wollen. Sie können sich aber auch die Fakten anschauen. Nee, nicht auf irgendwelchen Medien – denen, die Sie als vertrauenswürdig empfinden und den anderen – sondern per Primärquellen. Einige sind hier im Blog längst verlinkt.

      Im Übrigen habe ich Ihre Absätze zu Herrn Kuhn gelöscht. Die Auseinandersetzung möchte ich bitte zivilisiert halten.

  16. #18 Joseph Kuhn
    5. Juni 2021

    @ Michael Kuhn:

    Wenn es Bhakdi nur darum ginge, befürchteten Schaden von seinen Kindern abzuwenden, müsste er nicht alle Ärzte pauschal als “kriminell” beschimpfen und Menschen mit wilden Geschichten über angeblich verheimlichte massenhafte schwere Impfschäden verunsichern.

    Es würde reichen, wenn er seine Kinder nicht impfen lässt. Es gibt durchaus gute Gründe dafür, Kinder (derzeit) nicht zu impfen. Für Kinder im Alter seines gemeinsamen Sohnes mit Karina Reiß gibt es übrigens ohnehin noch gar keinen zugelassenen Impfstoff.

    In welchem Punkt Sie mir vorwerfen, zu lügen, erfahre ich jetzt leider nicht. Aber es ist folgerichtig, dass jemand, der Bhakdi mit so viel Eifer verteidigt, Kritik an ihm als Lüge ansieht. Vielleicht wäre auch “Sünde” eine passende Kategorie gewesen, was meinen Sie?

    Aber ich will nicht zu polemisch werden, das mögen Sie ja nicht. Vielleicht tröstet es Sie da ein bisschen, dass die Petition zur Nominierung Bhakdis für den Friedensnobelpreis immerhin 425 Unterstützer gefunden hat. So was gibt es weder für Drosten noch für Lauterbach.

  17. #19 RPGNo1
    5. Juni 2021

    @Michael Kuhn

    Mit der Impfung verhält es sich ähnlich, da wir keine Langzeittests haben, ist es legitim den Teufel an die Wand zu malen wie Bhakdi.

    Da haben wir gleich den Denkfehler der Querdenker, ihrer Unterstützter und kritikfreier Bewunderer. Sie missinterpretieren den Begriff “Langzeittests” Unbewusst oder doch eher bewusst? Aufgrund Ihrer bisherigen Kommentare und Elogen auf Bhakdi und Co. tippe ich auf letzteres.

    “Langzeit-Nebenwirkungen, die erst nach Jahren auftreten, sind bei Impfstoffen generell nicht bekannt”, erklärt Susanne Stöcker, Pressesprecherin des Paul-Ehrlich-Instituts im Gespräch mit ZDFheute. “Die meisten Nebenwirkungen von Impfungen treten innerhalb weniger Stunden oder Tage auf. In seltenen Fällen auch mal nach Wochen.”

    “Wenn Mediziner von Langzeitfolgen sprechen, sind also keine Nebenwirkungen gemeint, die erst sehr lange nach Impfung auftreten, sondern sehr seltene Nebenwirkungen. Susanne Stöcker erläutert: “Diese Nebenwirkungen erkennt man ja erst, wenn der Impfstoff lange Zeit auf dem Markt ist – weil sie eben so selten sind, dass hunderttausendfach oder millionenfach geimpft werden muss, dass die auftreten.” Will man eine Nebenwirkung nachweisen, die nur in einem von 100.000 Fällen auftritt, muss man den Impfstoff mehreren hunderttausend Menschen verabreichen.”

    https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/corona-impfstoff-langzeitschaeden-100.html

  18. #20 Spritkopf
    5. Juni 2021

    @Michael Kuhn #16

    tut er alles, auch evtl. unwissenschaftliche, um das zu erreichen

    Er handelt nicht mehr nur “unwissenschaftlich”, wie Sie das zu beschönigen versuchen. Er frisiert Statistiken und er erzählt bewusste Lügen zu Impfungen.

    obwohl in Ländern ohne Lockdown die Welt nicht unterging

    Nö, in der Tat ging die Welt nicht unter für die USA unter Trump. Sie hatten zwar pro 100.000 Einwohner die vierfache Anzahl von Coronatoten wie die Bundesrepublik, aber ein Weltuntergang ist das schließlich nicht. Obwohl Ihnen da möglicherweise die Angehörigen der Toten widersprechen würden.

    In der Rolle billige ich ihm auch mehr Glaubwürdigkeit zu als Lauterbach, Priesemann und Co.

    Sie haben genügend Beispiele dafür, dass er vorsätzlich die Faktenlage verfälscht und Sie billigen ihm trotzdem noch Glaubwürdigkeit zu? Was muss er noch tun, damit er diese auch in Ihren Augen verliert?

    da wir keine Langzeittests haben, ist es legitim den Teufel an die Wand zu malen wie Bhakdi. Das Gegenteil hat noch keiner bewiesen.

    Ganz abgesehen davon, dass die Coronatoten ihr Ableben eventuell auch als Langzeitfolge klassifizieren würden, wenn sie noch könnten, lese ich aus Ihrem Beitrag nur eines: Fakten frisieren und lügen ist in Ordnung, solange es der Sache (oder das, was Sie dafür halten) dient. Ist allerdings in ähnlicher Form schon Ihrem ersten Beitrag hier zu entnehmen gewesen.

  19. #21 Jürgen
    Erfurt
    5. Juni 2021

    @Spritkopf

    Wenn hier jemand Zahlen frisiert, dann ist es die Regierung. “Inzidenzzahlen” haben eine Aussagekraft von exakt 0%. Trotzdem werden sie von der Politik genutzt.
    Dann frisiert die Pharmaindustrie ihre Studien nach Belieben: Eine peer-reviewed Studie im “Lancet” kommt auf eine Wirksamkeit der Impfungen von ca. 1%. Behauptet werden 95%. Und die “Wissenschaft” schweigt dazu – mit wenigen Ausnahmen, wie z.B. Prof. Bhakdi. Seinen wissenschaftlichen Ruf, den er sich in 30 Berufsjahren erarbeitet hat, kann hier sowieso niemand in Zweifel ziehen.

    • #22 Christian Meesters
      5. Juni 2021

      Mich würde ernsthaft(!) interessieren wie Sie auf diese Dinge kommen? Z. B. welche Studie in Lancet meinen Sie? Ich kenne keine derartige, lese aber auch selten Lancet. Warum haben Inzidenzzahlen eine Aussagekraft von 0 (bitte mit Quelle / Beleg). Das wäre wirklich mal interessant.

      Und

      Seinen wissenschaftlichen Ruf, den er sich in 30 Berufsjahren erarbeitet hat, kann hier sowieso niemand in Zweifel ziehen.

      weil ich selber wissenschaftlich mit ihm argumentieren durfte – ich habe mit seiner Gruppe gearbeitet und er saß in der Verteidigung zu meiner Dissertation – wage ich es seinen wissenschaftliche Kompetenz ebenso in Zweifel zu ziehen, wie seine einschlägige Kompetenz, wenn es um Virologie oder Epidemiologie geht.

  20. #23 Spritkopf
    5. Juni 2021

    @Jürgen

    “Inzidenzzahlen” haben eine Aussagekraft von exakt 0%. Trotzdem werden sie von der Politik genutzt.

    Dann erzählen Sie doch mal, welche Kennzahl Sie als Information zu Coronaneuerkrankungen nutzen würden (und warum).

    Wenn Sie hingegen das ganze Coronazeugs nicht interessiert und/oder Sie nicht wissen, was die Inzidenz aussagt, dann hat sie in der Tat “eine Aussagekraft von exakt 0%”. Das gilt dann allerdings nur für Sie und ist insofern irrelevant.

    Zur angeblichen Impfwirksamkeit von 1% schließe ich mich der Aufforderung von Christian Meesters an. Nennen Sie bitte die Quelle.

  21. #24 Joseph Kuhn
    5. Juni 2021

    @ Spritkopf:

    Bei den 1 % und 95 % geht es um den Unterschied zwischen absoluter und relativer Risikoreduktion. Der Unterschied ist wichtig bei Medikamenten. Beim Impfstoffen ist die Sache komplizierter.

    Nehmen wir an, eine Infektion betrifft die ganze Bevölkerung und es beginnt die Durchimpfung mit einem sehr wirksamen Impfstoff. Dann sind zunächst absolute und relative Risikoreduktion gleich und zwar beide sehr groß. Mit zunehmender Durchimpfung sinkt dann die absolute Risikoreduktion (wenn ich mich nicht mehr so leicht anstecken kann, brauche ich die Impfung unmittelbar immer weniger) und wenn praktisch keine Infektionen mehr da sind, ist die absolute Risikoreduktion gleich Null. Das ist z.B. hierzulande bei der Polioimpfung der Fall und es wäre heutzutage auch bei der Pockenimpfung so.

    Manche verstehen die Sache nicht, manche sehen es als Spielwiese für Desinformation. Wie es bei “Jürgen” verhält, weiß ich nicht.

  22. #25 Mongo
    5. Juni 2021

    Herrn Bhakdi war jahrelang hierzulande angesehen und jetzt auf einmal erzählt er Märchen? Hat er sein ganzes Wissen verloren? Wie kann das sein?
    Herr Bhakdi ist da nicht der einzige der eine andere Meinung hat. Es gibt viele Ärzte, Virologen… die auch der Meinung sind wie er. Vielleicht denkt man Mal darüber nach.

    Im Herbst wo die 2te Welle voll im Gange war haben die Zahlen überhaupt nicht gestimmt. Erst wo die Ärzte für Aufklärung sich beschwert haben, wurden die Zahlen der toten nachgebessert.

    Jetzt im Frühjahr waren die Infektionen ähnlich hoch wie im Herbst, wo sind die vielen Toten?
    Schaut Mal den Durchschnittsalter der Toten an. Soweit ich weiß liegt er bei über 80 Jahre. Kommt mir nicht mit jüngere sind auch gestorben! Alleine an Lungenentzündung sterben jährlich in Deutschland zwischen 30000 und 50000, da sind nicht nur alte Leute dabei. Ein bekannter wäre fast vor 5 Jahren daran gestorben, er war damals 37.

    Ein anderer für mich nicht verständlicher Punkt ist die Angabe: MIT ODER AN CORONA gestorben! Es ist ein Punkt wo man die Zahlen sich so Drehen kann das man in diesem Land Panik schüren kann. Wenn man positiv getestet ist und in einem Autounfall verunglückt, zählt man als Corona toter! Genau das ist in meiner unmittelbaren Umgebung passiert.
    ZDF hat da auch ein kurzen Beitrag gebracht:

    https://www.zdf.de/nachrichten/zdf-morgenmagazin/ungereimtheiten-statistiken-corona-zahlen-tote-100.html

    Leider sind solche Beiträge sehr oft und sehr schnell aus den Mediatheken der öffentlich rechtlichen verschwunden.

    Nicht zuletzt dürfen wir nicht vergessen, wir leben in einer Demokratie wo Meinungsfreiheit und Pressefreiheit gelten sollte. Es kann nicht sein das unbequeme Journalisten auf Pressekonferenzen keinen Einlass bekommen.
    Demokratie heißt auch gleiches Recht für alle!
    Egal ob geimpft oder nicht.

    Denke Schweden hat es richtig gemacht. Prozentual haben sie auch nicht mehr Tote als andere Länder, und das ohne Lockdown.

    Möchte hier keinen angreifen, sondern nur zum Nachdenken anregen. Danke.

    • #26 Christian Meesters
      6. Juni 2021

      Tun Sie das: Denken. – Sie können auch noch mal durchlesen, worum es hier geht und das hier niemand leugnet, dass es diverse Missmanagements-Ereignisse (ja sogar Filz und kriminelle Handlungen im Rahmen der Maskenbeschaffung und der Schnelltests) bzgl. der Pandemie hierzulande gab. Sie können auch nochmal lesen und hier einigen Belegen folgen, die sehr gut beschreiben, was Herr Bhakdi so alles von sich gegeben hat. Das hat nichts zu tun mit der Unterstellung von Unwissen. Er und andere entstellen Informationen, um Angst zu schüren. Es wird von Verschwörung geredet und die Gefahren kleingeredet. Nicht zuletzt diffamiert er immer wieder Kollegen als unfähig und unwissend – all das auf eigenen und “alternativen” Kanälen.

      Aber bitte: “Ärzte für Aufklärung“, wirklich? Muss das sein? Bitte schauen Sie sich an, woher Sie Ihre Informationen beziehen, ob sie plausibel sind und ob die Quellen gut belegt sind. Und bitte schreiben Sie hier nicht wilde unbelegte Behauptungen, sonst wird eine Diskussion schnell unmöglich.

  23. #27 PDP10
    5. Juni 2021

    @Joseph Kuhn:

    Manche verstehen die Sache nicht, manche sehen es als Spielwiese für Desinformation. Wie es bei “Jürgen” verhält, weiß ich nicht.

    Ich glaube, was Jürgen angeht ist das recht einfach (ich habe zur Zeit auch immer wieder Diskussionen mit jemand, der auch immer wieder mit sowas ankommt …).

    Ich zitiere mich einfach mal ganz dreist selbst (#8):

    ” Irgendwas unbelegt und ungeprüft zu glauben nur weil es einem gerade in den Kram passt hat übrigens auch nichts mit “quer-denken” zu tun. Nichtmal mit “denken”.”

    In diesem Fall nicht mal unbelegt aber ungeprüft im Sinne von “verstehe ich zwar nicht, ist mir aber egal, weil 1% Wirksamkeit klingt einfach zu schön!”

    Und schon hat man wieder ein “Argument” dass man in Diskussionen wie dieser hier einfach rein schreiben kann und da sind sogar Zahlen dabei und das klingt immer seriös. Und jede/r der genauso wenig davon versteht applaudiert einem dann.

    Ich denke, darum gehts. Du hast ja nebenan eine Liste gemacht mit “10 Fragen, mit denen man sich weniger beschäftigen könnte” (ich hätte eher geschrieben: ’10 mal Unsinn, den ich nicht mehr hören kann …’). Das sind so typische Informationshappen, mit denen sich die “Quer”denker gegenseitig bestätigen. Und Klar: Einiges davon ist eindeutig unter “Desinformation” ein zu Ordnen. Allerdings glaube ich nicht, dass das die Absicht von Leuten wie Jürgen ist. Mir scheint anhand der Art wie er das formuliert, dass sein Verständnis für das, was er schreibt nicht sehr groß ist. Ich erlebe das genauso bei Unterhaltungen mit oben ganntem Jemand. Die Desinformation wird von Anderen in die Welt gesetzt und dann nur noch ungeprüft nachgeplappert. Das “prüfen” ist aber eben auch nicht so einfach. Wenn man den Begriff “relative Wahrscheinlichkeit” noch nie gehört hat, zB. …

    Jetzt mal schnell einen Crash-Kurs in Statistik und Stochastik zu machen kann man ja auch wieder schlecht von den Leuten verlangen … Ach, ich weiß es auch nicht.

    (Mannomann hab’ ich mir einen abgebrochen oben genannter Person die Sache mit den relativen Wahrscheinlichkeiten zu erklären. Und dann erstmal die Schote mit den 98% falsch Positiven bei Schnelltests. Stundenlang …. und das, obwohl der Krams mit Bedingten Wahrscheinlichkeiten zu rechnen und das im Detail zu verstehen zu den äusseren Rändern meines Restwissens über Stochastik gehört – jeder der wirklich was davon versteht, hätte bei meinen Versuchen das zu erklären wahrscheinlich laut gelacht … *seufz* ).

  24. #28 Joseph Kuhn
    5. Juni 2021

    @ Spritkopf, @ PDP10:

    Mir fällt gerade auf, meine schöne einfache Erklärung ist völliger Quatsch. Wenn alle schon infiziert sind, hilft die Impfung ja auch nichts. Da hatte ich nicht nachgedacht. Sorry, falls ich damit für Verwirrung gesorgt habe.

  25. #29 PDP10
    6. Juni 2021

    @Joseph Kuhn:

    Nehmen wir an, eine Infektion betrifft die ganze Bevölkerung und es beginnt die Durchimpfung mit einem sehr wirksamen Impfstoff.

    Hmmm … den ersten Teilsatz “eine Infektion betrifft die ganze Bevölkerung” habe ich allerdings nicht als “alle sind infiziert” verstanden. Sondern als “jeder kann sich potenziell infizieren” (warum auch immer. Weil das Virus zB. extrem ansteckend ist oder so.)

    Aber wenn du das wörtlich gemeint hast, ist das folgende natürlich nicht ganz richtig.

    Jetzt verstehe ich gerade nicht mehr worauf du hinaus wolltest … Ich bin verwirrt.

  26. #30 Joseph Kuhn
    6. Juni 2021

    @ PDP10:

    Ich wollte darauf hinaus, dass die absolute Risikoreduktion u.a. von der Verbreitung der Infektion abhängt, also der Wahrscheinlichkeit, tatsächlich auf ansteckende Menschen zu treffen, so weit stimmt die Sache, und bin dann aber der galoppiernden Denkfäule zum Opfer gefallen. Vergiss meinen Kommentar einfach. Er bestätigt nur die alte Regel, dass man nicht alles glauben soll, was man denkt.

  27. #31 Spritkopf
    6. Juni 2021

    @Joseph Kuhn

    Der Link auf deinen Artikel hat mir genug geholfen. Ich wollte wissen, wie jemand auf 1% Impfwirksamkeit kommen kann und jetzt weiß ich es (dass es sich dabei um eine Nebelkerze handelt).

    Er bestätigt nur die alte Regel, dass man nicht alles glauben soll, was man denkt.

    Bloß wie kann ich wissen, was ich denke, bevor ich höre, was ich sage?

  28. #32 Mongo
    6. Juni 2021

    @Christian Meesterswas
    [QUOTE=”Christian Meesterswas”#26] Herr Bhakdi so alles von sich gegeben hat. Das hat nichts zu tun mit der Unterstellung von Unwissen. Er und andere entstellen Informationen, um Angst zu schüren. [/QUOTE]

    Mit der Aussage das Covid nicht so gefährlich ist, kann ich mir nicht vorstellen daß er Angst schürt.
    Mit den Aussagen über die Impfung eventuell eher schon. Man darf aber nicht vergessen, das es keine Langzeitstudie gibt. Vor allem die mRNA Impfstoffe sind was ganz neues. Wir sind eigentlich alle Versuchskaninchen.
    Außerdem was haben Herr Bhakdi und die Ärzte die diesen Behauptungen unterstützen zu gewinnen?!
    Sie können nur verlieren! Sie riskieren ihre Lizenz und Freiheit. Siehe Dr Rolf Kron, dessen Privaträume und Praxis von maskierten Polizisten durchsucht worden sind. Offiziell wegen Gefälligkeitsatteste.

    @Christian Meesters
    [QUOTE=”Christian Meesterswas”#26] Aber bitte: “Ärzte für Aufklärung“, wirklich? Muss das sein? Bitte schauen Sie sich an, woher Sie Ihre Informationen beziehen, ob sie plausibel sind und ob die Quellen gut belegt sind [/QUOTE]

    Das Video ist sehr gut gekürzt, und nur das reingeschnitten was zur Propaganda rein passt.
    Die Aussage mit der Maske stammt sogar von Herrn Drosten, der am Anfang der Pandemie behauptete die Maske hilft nicht. Wer das ganze Video kennt weiß was ich meine.
    Außerdem schreibe ich nochmals: siehe Schweden!!!
    Kein Lockdown, keine Maskenpflicht und trotzdem nicht schlimmer als wo anders.
    Irgendwo haben die Ärzte für Aufklärung doch Recht.

    Ich möchte denn Virus nicht Verharmlosen, um Gottes Willen. Aber es gibt so viele Unstimmigkeiten, wie zB. Ivermectin! Es ist ein gegen Ektoparasiten und Fadenwürmer wirksame Medizin. Wie kann es gegen ein Virus helfen wenn es doch für Parasiten konzipiert ist. Dr. Pierre Kory hatte es in New York, entgegen aller Vorschriften eingesetzt und Leben gerettet.

    • #33 Christian Meesters
      6. Juni 2021

      Ok, Herr Kuhn ist mir gerade zuvorgekommen, aber ich möchte zusätzlich festhalten:
      – Sie sehen die Kommerzialisierung des “Corona-Protestes” nicht oder wollen es nicht sehen.
      – im Vgl. mit anderen Ländern ist Deutschland (noch) glimpflich davongekommen, u. a. im Vgl. zu Schweden. OK, der Median der an/mit COVID-19-Gestorbenen ist > 80 Jahre und die paar Jüngeren sind der Rede nicht wert. Aber erinnern Sie sich daran, dass Herr Bhakdi noch davon geschwafelt hat zu mehr als 30 Toten am Tag könne es nicht kommen (stimmt exakt für 3 Sommermonate 2020)? Das es keine zweite Welle geben würde (als wir mitten drin waren)? – Der Torpfosten wurde immer weiter verschoben, die Aussagen von gestern kümmern nicht mehr. Die Prämisse “das Virus ist ungefährlich!1!!” gilt weiterhin, muss nicht mehr belegt werden, der Zynismus der Aussagen rund um Median und Sterblichkeit ist längst vergessen und wer das alles anzweifelt und Konsequenzen zieht wird verspottet und bedroht.
      – nein, Einzelfälle der Gefälligkeitsattestaussteller kenne ich nicht. Wer allerdings Urkunden vorsätzlich und öffentlich fälscht – damit billigend in Kauf nimmt Dritte zu schädigen – und hinterher auf die Tränendrüse drückt, handelt wenig moralisch. Details werde ich hier nicht besprechen: Sie sind mir nicht bekannt.
      Irgendwelche Ärzte, die irgendwelche Arbeiten minderer Qualität, die teils nicht einmal Studien sind als Beleg für die Unwirksam der Prävention mit Masken anführen (lesen Sie die vorgeblichen Studien mal selbst, einige sind ganz OK, das Gros könnte in meine Serie zur Reproduzierbarkeitskrise als Beispiel angeführt werden), bieten sicher eine Diskussionsgrundlage zur Coronaleugnung, nicht aber eine Grundlage zur wissenschaftlichen Diskussion dieser spez. Maßnahme.
      – Leute, die Pharmazeutika off-Label, unkontrolliert und unüberwacht einsetzen und hinterher als Helden gefeiert werden? Und dann auch noch bei einem Virus, dass eigentlich ungefährlich ist?

  29. #34 Joseph Kuhn
    6. Juni 2021

    @ Mongo:

    Was ich nicht verstehe, warum Leute wie Sie einerseits fehlende Langzeitbeobachtungen bei den Impfstoffen als hochgradig problematisch ansehen, eine nicht ausreichende Studienlage zu Ivermectin dagegen zur Seite schieben und das Mittel massenhaft präventiv einsetzen möchten.

    Vielleicht ist es ja ein gutes Mittel. Aber mir scheint, Ivermectin hat in manchen Kreisen den Status eines von der Pharmaindustrie unterdrückten Wundermittels. Dem ist aber nicht so, zu seinem Nutzen bei Covid-19 laufen Studien, die Studienlage ist bisher unklar, siehe auch https://www.ema.europa.eu/en/news/ema-advises-against-use-ivermectin-prevention-treatment-covid-19-outside-randomised-clinical-trials

    Schweden: Lt. Worldometers Stand heute gab es dort bisher 1.426 Coronatote je 1 Mio. Ew., in Deutschland 1.069 und in Norwegen 144. Ergo: in Schweden ein Drittel mehr Tote als in Deutschland und 10 mal so viel Tote wie in Norwegen. Warum kritisieren Sie nicht Schweden wegen des Unterschieds zu Norwegen?

  30. #35 Mongo
    6. Juni 2021

    @Joseph Kuhn

    Es geht nicht um eine Studie für Ivermectin, sondern wie es sein kann, das so etwas hilft. Viren und Parasiten sind nicht mal annähernd verwand. Soweit ich weiß wurde es nicht einmal für eine Klinische Studie in Betracht gezogen. Dr. Pierre Kory hatte sogar vor dem amerikanischen Senat gesprochen, aber mehr als eine Anhörung war es auch nicht, keine Empfehlung!

    Das mit den Corona Toden ist nicht so einfach, den nicht alle Länder halten sich an der Empfehlung der WHO.
    Hier ein Recht interessantes Video vom Linzer Virologe Professor Martin Haditsch:
    https://www.servustv.com/videos/aa-27juub3a91w11/

    Ich glaube jeder kann im Internet nach Info Material suchen, deswegen werde ich hier nichts mehr dazu schreiben. Google filtert sehr viel raus bei der Suche, deswegen Alternativen suchen, eventuell VPN nützen.

    PS. Graf von Stauffenberg und seine Komplizen waren auch Verschwörungstheoretiker!
    Heute sind sie aber Helden.

    • #36 Christian Meesters
      6. Juni 2021

      Google filtert sehr viel raus bei der Suche, deswegen Alternativen suchen, eventuell VPN nützen.

      So lange mal Servus TV gefunden wird …

      Das Attentat vom 20. Juli 1944 übrigens wurde nicht von Verschwörungstheoretikern begangen, sondern von einem Kreis von Verschwörern gegen ein verbrecherisches Regime. Sie erkennen den Unterschied? Das das Gerede von der großen Verschwörung von Wissenschaft und Staat auch Folgen haben kann, ist hoffentlich ebenfalls klar.

  31. #37 Klaus Tropobie
    6. Juni 2021

    Vor allem die mRNA Impfstoffe sind was ganz neues. Wir sind eigentlich alle Versuchskaninchen.
    An mRNA wird seit 1990 geforscht. Da waren die Versuchskaninchen freilich noch Mäuse…

    • #38 Christian Meesters
      6. Juni 2021

      Viren gibt es seit Äonen, Impfungen erst seit ~200 Jahren. Vektorimpfstoffe ein paar Jahrzehnte. Und jetzt?

      Dieses Scheinargument, dass eine Neuentwicklung – die es uns vielleicht erlauben wird gegen andere Krankheiten vorzugehen und mit Fluchmutationen von Viren Schritt zu halten – wegen ihrer Neuheit gefährlich ist, kann man auch mal weiter denken: Angenommen man würde mit dem Argument jegliche med. Neuerung ablehnen, nichts würde jemals mehr eingeführt, alles bliebe (wir betrachten ja keine Studien mehr!) auf ewig “gefährlich”.

      Genau aus diesem Grund gibt es ja klinische Studien, um Impfstoffe und Medikamente mit größtmöglicher Sicherheit einzuführen. Ja, da wird auch Marketingschindluder getrieben, in der Vergangenheit gab es schon unterschlagene Studien, etc. etc.. Wir (Menschen) lernen dazu und die SARS-CoV-2-Impfstoffstudien der in West-Europa zugelassenen Impfstoffe waren vollständig registriert und sind einsehbar.

      Inzwischen zwar etwas überholt, aber dennoch einen Überblick bietend gibt es hier ein wenig mehr Info.

      Nachtrag: Hier noch ein guter Übersichtsartikel zum Impfstoff, aktueller und besser als mein eigener.

  32. #39 Spritkopf
    6. Juni 2021

    Zum Thema Langzeitbeobachtungen hat es bei Lanz eine interessante Aussage gegeben, nämlich dass echte Langzeitnebenwirkungen bei Impfstoffen (also solche, die erst nach Jahren auftreten) unbekannt sind. Vielmehr stellen sich Nebenwirkungen grundsätzlich schon in den ersten ein oder zwei Monaten ein, aber werden möglicherweise aufgrund ihrer extremen Seltenheit erst nach Jahren erkannt.

  33. #40 RPGNo1
    6. Juni 2021

    @Spritkopf

    Zum Thema Langzeitbeobachtungen hat es bei Lanz eine interessante Aussage gegeben …

    Siehe auch meinen Kommentar #19 bzw. den dortigen Link. 😉

    Die Langzeitnebenwirkungen werden von den Querdenkern als Pseudoargument hervorgebracht, seit ihnen im Herbst 2020 klar wurde, dass die ersten Vakzine gegen Corona Ende 2020/Anfang 2021 zur Verfügung stehen würden.

    Die Szene war ja ursprünglich von ca. 5 Jahren Entwicklungszeit ausgegangen, was genügend Zeit gewesen wäre, die Empörungs- und Misstrauenswelle gegen die “böse Pharmamafia” vorzubereiten und in den Sozialen Medien zu präsentieren sowie gegen die Schutz- und Präventionsmaßnahmen weiter Stimmung zu machen. Die (für den Laien) unerwartet schnelle Entwicklung der Vakzine zu Marktreife und Zulassung sowie die nur seltenen akuten Nebenwirkungen haben die Pläne vieler Querdenker über den Haufen geworfen und sie geradezu verzweifelt nach einem neuen Ansaztpunkt suchen lassen: Langzeitnebenwirkungen sind der aktuelle Tanz ums Goldene Kalb.

  34. #41 RPGNo1
    6. Juni 2021

    @Mongo

    Martin Haditsch

    Das nenne ich dann mal ein klassisches Eigentor, einen Tropenmediziner als Experten für COVID-19 heranzuziehen. W

    https://correctiv.org/faktencheck/hintergrund/2020/08/27/im-netz-der-corona-gegner/
    https://www.derstandard.de/story/2000120603135/wie-evidenzbasiert-ist-die-medizinerkritik-an-den-corona-massnahmen
    https://www.psiram.com/de/index.php/Au%C3%9Ferparlamentarischer_Corona_Untersuchungsausschuss

    arum nicht dann auch noch einen Amtsarzt und einen HNO-Arzt dazu nehmen?

    Oh, wait ….

  35. […] sind wir bei meinem Frühstücksthema. Gestern hatte ich in einer Diskussion nebenan bei Christian Meesters einen tollen Einfall, wie man den Unterschied zwischen absoluter und relativer Risikoreduktion […]

  36. #43 Joseph Kuhn
    6. Juni 2021

    @ Spritkopf, @ RPGNo1:

    Beim Thema Langzeitfolgen bzw. Spätfolgen kann man zwar im Prinzip zuversichtlich sein, sollte es aber nicht ganz so apodiktisch beiseite schieben, siehe ADE, siehe die Debatte um unspezifische Impfeffekte usw. Und jede schwere Thrombose lässt Langzeitfolgen befürchten, bei Tod ohnehin.

    @ Mongo:

    Sie schreiben, Ivermectin sei nicht einmal für eine klinische Studie in Betracht gezogen worden. Siehe dazu z.B. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/?term=ivermectin+covid-19 oder auch https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ivermectin-bei-covid-19-nur-in-klinischen-studien-124791/

    Da filtert google nichts und Pubmed schon gar nicht.

  37. #44 Mongo
    6. Juni 2021

    @41RPGNo1

    Schlecht recherchiert. Martin Harditsch ist mehr als nur ein Tropenmediziner. Facharzt für Hygiene, Mikrobiologie und Infektiologie auch noch. Aber das wussten sie ja schon.

    Es geht aber nicht um den Mann sonder um das Video!!!

    Und wenn sie schon von HNO sprechen: es ist eine Schande das jeder leihen einen PCR Test machen darf, und nicht von HNO Ärzten das durchgeführt wird. Oder geht ihre Frau auch zum Apotheker um ein Abstrich zu machen. Männer gehen auch zum Urologen wenn sie Beschwerden haben und nicht zum Apotheker!

    Euch geht es hier nur darum, anders denkende bloß zu stellen.

    • #45 Christian Meesters
      6. Juni 2021

      Da helfen auch keine 3 Ausrufezeichen: Videos in denen irgendwelche Behauptungen aufgestellt werden, sind womöglich eine Diskussionsgrundlage, aber kein Beleg für gar nichts. Und es ist nicht Ziel Andersdenkende bloß zu stellen, sondern auszusortieren, was Behauptung ist, was Fakt und wie das jeweilig einzuordnen ist. [edit: Und es gibt auch keine Verpflichtung für Diskussionsteilnehmer irgendeinen beliebigen Kram zu gucken.] Deshalb hier die Fragestellung nach den D-Dimeren und was das für eine Bedeutung hat für das Risiko einer Impfung gegen SARS-CoV-2 (wahrscheinlich gar keine).

      Und nein, es ist keine Schande, dass Labordienstleister Blutbilder und komplexere Test durchführen. Jemals im Labor gearbeitet? Ein Praktikum dort gemacht? Eine PCR ist kein Hexenwerk, aber die Arbeit im Labor erfordert Umsicht und Routinen, die man üben muss. Großskalige Labordiagnostik kann nicht von Laien durchgeführt werden. Und die meisten HNO-Ärzte sind HNO-Ärzte, keine Laborärzte oder Laboranten.

      • #46 Christian Meesters
        6. Juni 2021

        @myself: Mir fällt natürlich schon auf, dass Aktivisten der Querdenkerszene an sich Glaubwürdigkeit in ihren Auftritten besitzen und das Ablehnen dieser Leute im Grunde ein ad hominem-Argument darstellt. Wenn aber belegt ist, welches Lied ein Protagonist immer wieder spielt, dann muss man sich nicht zum x-sten Mal das Argument anhören. An Belegen ist mir jedenfalls bei Servus-TV noch nichts untergekommen (lange kann ich da aber auch nicht zuhören).

  38. #47 Echt?
    6. Juni 2021

    Wenn ich einmal richtig lachen möchte, scaue ich bei welt.de rein. Da machen die Spinner fast 100% der Leserbriefschreiber aus.

    • #48 Christian Meesters
      6. Juni 2021

      Bitte einen Gang zurückschalten.

  39. #49 Mongo
    6. Juni 2021

    @45Christian Meesters

    Was läuft da falsch bei euch, ihr verdreht die ganze Zeit alles.
    Im Video werden keine Behauptungen aufgestellt, sondern Interviews mit Ärzte aus aller Welt geführt, die im Kampf gegen dem Virus tätig waren.
    Das Video nicht Mal anschauen aber Behauptungen aufstellen.

    Es geht nicht um die Labore die den Test auswerten, sondern um die Abnahme. Das machen doch Apotheken und irgendwelche leihen. Die Abstrich Abnahme wird gemeint.
    Stand doch oben dazu, eure Frauen gehen doch auch zum Frauenarzt für ein Abstrich und nicht zum Apotheker.
    Entweder wollt ihr nicht verstehen oder ich weiß nicht.

    • #50 Christian Meesters
      6. Juni 2021

      es ist eine Schande das jeder leihen einen PCR Test machen darf, und nicht von HNO Ärzten das durchgeführt wird.

      Das habe ich wohl missverstanden …

      Abstriche für Antigen-Tests machen Laien, Tag für Tag. Abstriche für PCR-Test wird in Testzentren von angelernten Laien und Fachpersonal, in Praxen von ÄrztInnen und ArzthelferInnen durchgeführt. Wo ist gleich das Problem?

  40. #51 Dagda
    6. Juni 2021

    Noch mal zum D-Dimer. Das steigt im Alter an, daher ist es bei über 60 jährigen und insbesondere über 80 jährigen häufig erhöht.
    Da überwiegend Ältere geimpft worden sind, wäre das eine relativ zwanglose Erklärung für hohe D-Dimer Werte bei Geimpften.

    • #52 Christian Meesters
      6. Juni 2021

      Ja, meine Frage nach der Altersverteilung bezieht sich genau darauf – ist aber ein wenig versteckt. Danke.

  41. #53 Dagda
    6. Juni 2021

    Dazu noch mal eine Literaturangabe.

  42. #54 Octopus
    28. Juli 2021

    Hallo Herr Meesters,

    vorab: ich habe weder eine naturwissenschaftliche noch eine medizinische Ausbildung, ich bin aber ein Anhänger des wissenschaftlichen Weltbildes, allgemein gesagt, und beeindruckt von den technischen Fortschritten, die zur Erfindung von mRNA- und Vektor-Impfstoffen geführt haben.

    Ich kann die Fachdiskussion also nicht beurteilen. Mich würde nur ihre Meinung zum EMA-Brief interessieren, den Bhakdi u.a. im März diesen Jahres verfasst haben. Ich nehme an, dass Sie ihn kennen. Hier ein Link zur deutschen Fassung:

    https://pflegefueraufklaerung.de/brief-von-prof-bhakdi-und-kollegen-an-die-ema-verdacht-blutgerinnungsstoerungen-durch-covid-impfstoffe/

    vielen Dank für eine Antwort

    • #55 Christian Meesters
      28. Juli 2021

      Nein, diesen Brief kannte ich bislang noch nicht – Herr Bhakdi hat offenbar viel Zeit …

      Die im Brief angesprochenen D-Dimere kamen jedoch im Beitrag zur Sprache. Kurz: Da ist ein rel. unspezifischer Marker, der für sich genommen Grund ist näher hinzuschauen, mehr nicht. Das wurde getan, bislang gibt es keine Anhaltspunkte für die Richtigkeit der Vermutungen Herrn Bhakdis und Mitwirkenden.

      Selbstverständlich werden die Wirkstoffe auch in die Blutbahn gelangen. Selbstverständlich werden dort auch Entzündungsreaktionen stattfinden. Auch diejenigen, die sonst nicht über Impfreaktionen berichten, berichten zumindest über eine schmerzhafte Schwellung an der Einstichstelle (war bei mir auch so). Selbstverständlich werden die Immunzellen “einen Angriff auf die Zellen starten”, die Teile des SARS-CoV-Spike-Proteins präsentieren – wenn nicht beim ersten Mal (Herr Bhakdi hebt ja gerne auf die Ähnlichkeit zu anderen coronoiden Viren ab, was so wie er es sagt Unsinn ist), dann doch bei der Zweitimpfung. Vergleichbare Reaktionen gibt es bei jeder vergleichbaren Infektion. Eine Impfung jedoch dient dazu das Immunsystem zu trainieren. Die “Nebenwirkungen” der viralen Infektion – eine Befallskaskade immer neuer Zellen, die immer neue Viren produzieren – entfällt.

      Ja, der Rezeptor des Spikeproteins kommt an Endothelzellen (der Gefäßwände) vor und auch Thrombozyten können aktiviert werden. Herr Bhakdi und Konsorten haben, wie schon so häufig, ein Problem mit den Größenordnungen. Oder mit einem anderen Arzt gesagt: “Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die dosis machts, daß ein Ding kein Gift sei“. Der Vorteil der mRNA-Impfstoffe ist (auch) ihre geringer Halbwertszeit, nicht nur ist die Dosis geringer als bei einer genuinen Infektion, sie werden auch relativ schnell und rückstandslos abgebaut.

      Sinn und Zweck klinischer Studien, ist es gerade das Restrisiko gut beziffern zu können. Diese Studien wurden durchgeführt (z. B. Link zum “Biontech-Impfstoff”). Es gibt einschlägige Warnungen. Nichts davon in der Schwere und Häufigkeit, die Herr Bhakdi suggeriert.

      Im Übrigen hat Herr Bhakdi bereits in einem “Interview” bekundet bereits vor Jahren “dem Uğur” gesagt zu haben, dass sein Konzept unsinnig sei. Weder er noch seine Mitstreiter haben die geringste Expertise in den Feldern, in denen sie in der letzten Zeit Desinformation streuen. Die Behauptungen Herrn Bhakdis sind mittlerweile vielfach widerlegt oder schlicht durch die Ereignisse ad absurdum geführt worden.

      Niemand sollte irgendeinem Blogschreiber blind vertrauen müssen. Fragen Sie ihre Ärzte! Und seien Sie Sich bewusst, dass Herr Bhakdi für Ärzte und andere nur wenig Achtung hat. Inzwischen ist er überhaupt nicht mehr ernst zu nehmen, einfach nicht ins Bockshorn jagen lassen, es gibt genügend unaufgeregte Informationen (einige sind hier verlinkt), deren Plausibilität ein jeder Mensch einschätzen kann.